Aufgaben der WITO Barnim GmbH
Die WITO Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft mbH des Landkreises Barnim arbeitet auf der Basis eines Gesellschaftsvertrages. Gesellschafter sind der Landkreis, alles Städte und Kommunen im Landkreis, die Tourismusgemeinschaft Barnimer Land e. V. und die Sparkasse Barnim.
Auszug Gesellschaftervertrag 20.11.24 - Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Wirtschaft und Tourismus im Landkreis Barnim. Die wirtschaftliche Struktur des Landkreises Barnim und seiner Gemeinden soll verbessert werden.
Zu diesen Aufgaben gehören insbesondere:
- die Werbung und Information über Standortgegebenheiten und Wirtschaftsförderungsmaßnahmen
- die Betreuung und Unterstützung von ansässigen Unternehmen und Investoren, Existenzsicherungsberatung sowie Akquirierung und Ansiedlung von Unternehmen,
- die Werbung für den Landkreis Barnim als Reisegebiet
- die Zusammenarbeit mit touristischen Organisationen, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing.
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Diese Aufgabenstellung wurde mit einem Betrauungsakt aus EU-beihilferechtlicher Sicht bestätigt.
Auszug: Anwendung der Beihilfevorschriften der Europäischen Union auf Ausgleichsleistungen für die Erbringung von Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse
aus Präambel: Die Wirtschafts- und Tourismusförderung hat in der Bundesrepublik Deutschland eine langjährige Tradition. So sind die Förderung von Wirtschaft und Gewerbe und die Entwicklung der Freizeit- und Erholungsbedingungen traditionell wichtige Aufgaben der örtlichen Gemeinschaft. Die Wirtschafts- und Tourismusentwicklung stellt damit für die Landkreise und Gemeinden eine wichtige Aufgabe dar. Als Träger
der Aufgaben der örtlichen Gemeinschaft haben sie das gemeinsame Ziel, die wirtschaftliche Struktur der Kommunen zu verbessern und den Tourismus zu fördern.
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Auf der Basis der o.g. grundsätzlichen Aufgabendefinitionen stellt die WITO jährlich einen Antrag auf Zuwendungen (institutioneller Zuschuss) aus dem Kreishaushalt zur Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben. Die Verwendungsnachweise dieser Zuwendungen beinhalten die konkrete finanzielle Mittelverwendung und die inhaltliche Umsetzung in Form des Jahresberichtes der Gesellschaft.
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Die WITO GmbH erstellt für die Gesellschafter jährlich einen Tätigkeitsbericht (Jahresbericht). Dieses Dokument wird regelmäßig als Arbeitsnachweis für die Umsetzung der satzungsgemäßen Aufgaben verwendet.
Jahresbericht 2024 >>>
Jahresbericht 2025 >>>
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Finanzielle Mittel des Landkreises Barnim für die WITO Barnim GmbH
2024
- Antrag auf Zuwendungen aus Kreishaushalt "Erfüllung satzungsgemäßer Aufgaben" - 800 T€
- Zuschuss Projekt "Kreiswegewart" - 5 T€
2025
- Antrag auf Zuwendungen aus Kreishaushalt "Erfüllung satzungsgemäßer Aufgaben" - 870 T€
- Zuschuss Projekt "Kreiswegewart" - 3 T€
- Projekt "Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur auf dem Wasser"- 53 T€
2026
- Antrag auf Zuwendungen aus Kreishaushalt "Erfüllung satzungsgemäßer Aufgaben"
(Beachte Anpassung - ohne Tourismusmarketing) - 380 T€
- Zuschuss Projekt "Kreiswegewart" - 3 T€
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Die Gesellschaft erstellt jährlich einen Wirtschaftsplan mit den o.g. Budget`s aus dem Kreishaushalt.
Dieser Wirtschaftsplan sowie für geprüften Jahresabschlüsse gehen regelmäßig an den Aufsichtsrat und die Gesellschafter.
Der institutionelle Zuschuss "Erfüllung satzungsgemäßer Aufgaben" stellt hier die Basisfinanzierung für die Gesellschaft dar.
Wirtschaftsförderung - eine gesellschaftliche Aufgabe mit vielen Playern und Facetten
Bei der Analyse der üblich unter "Wirtschaftsförderung" geführten Arbeitsbereiche und den dazu in unserem Landkreis tätigen Akteure ergab diverse Überschneidungen.
Beispielhaft soll hier die Beratung zur Existenzgründung benannt werden. Hier wird seit vielen Jahren im Existenzgründernetzwerk Barnim-Uckermark eine spezifische Arbeitsteilung gelebt (siehe >>>).
Grundsätzlich muss bei der Konzeptüberarbeitung der Barnimer Wirtschaftsförderung eine sich ergänzende Arbeitsweise angestrebt werden. Das ergibt sich schon aus dem begrenzten Finanzbudget. Weiterhin ist grundsätzlich die regional mögliche Einflussnahme zu beachten.
Das Ergebnis mit dem Stand Mitte 2026 ist in der Struktur der Arbeitsbereiche ersichtlich. Hier ist insbesondere im Bereich der Vernetzung noch viel tun. Die Herausforderung ergibt sich aus der Erwartungshaltung der Zielgruppen.
Eine Region, die klar weiß, wohin sie will in einer vernetzten, mutigen und gemeinsam gestalteten Zukunft. Eine Wirtschaftsförderung, die Wachstum in der Region fördert durch Bündelung von Wissen, strukturgebend und partnerschaftlich Lösungen vorantreibt.
Es gibt zu dieser Problematik diverse Abhandlungen - eine sehr zielführende - "Strukturen einer effizienten Wirtschaftsförderung" von Ralf-Rainer Piesold finden Sie hier >>>
Aus Auszug aus dieser Abhandlung sind hier die empfohlenen Handlungsfelder abgeleitet:
Unternehmenskontakte 2024 / 2025 / 2026
Die konkreten Beratungen verteilen sich wie folgt (Quelle Jahresberichte):
1. Themen wie Investitionsvorbereitungen, Immobilienvermittlungen, Betriebsübernahmen, Kooperationen, Fachkräftesicherung und weiteren existenzsichernden Aspekten
2024 - 45 Beratungen / 2025 - 56 Beratungen
2. konkrete Immobilienanfragen von nicht BAR-Unternehmen: 2024 - 14 Anfragen / 2025 - 21 Anfragen
3. Digitale Präsentation regionaler Unternehmen BarUmBoerse.de - Angebote / Produkte (per Mai 26 - 361 Unternehmen Barnim Uckermark)
Alle weiteren Aktivitäten (Grüne Woche, Praxisforum, Genusstammtisch .....) erreichen natürlich weitere Wirtschaftsbereiche. Hier gilt für die WITO: Qualität vor Stückzahl.
Ergebnisse Unternehmensberatung
Die Ergebnisse der Unternehmensbetreuung sind in den meisten Fällen nicht direkt messbar. Ein wesentlicher Teil der Wirkung besteht in der Bestandssicherung, Vermittlung, Projektanbahnung, Verfahrenskoordination und der Reduzierung von Standorthemmnissen. So stellt die Vermittlung von Gewerbeflächenangeboten eine gefragte Dienstleistung dar. Die öffentlich verfügbaren aktuellen Angebote finden Sie hier >>>. Die Durchführung von Veranstaltungen im Format „Praxisforum“ wird sehr gut angenommen. Die Barnimer Präsentation auf der Grünen Woche wird von Unternehmer und Besucherseite sehr nachgefragt. Es gibt weitere diverse oft indirekte Effekte der Wirtschaftsförderung.
Aufgabenverteilung zwischen WITO, INNOZENT, Landkreis, Kommunen sowie weiteren Akteuren
(siehe auch oben - Wirtschaftsförderung - eine gesellschaftliche Aufgabe mit vielen Playern und Facetten) Es gibt keine grundsätzlich verbindliche Aufgabenverteilung im Landkreis Barnim. So sind im Bereich der Gewerbeimmobilien sind in erster Line die Städte und Kommunen für die Neuausweisung von öffentlichen Flächen zuständig. Bei der Vermarktung ist dann die WITO auch in Zusammenarbeit mit der Landeswirtschaftsförderung aktiv geworden. Hier gibt es derzeit keine durch die Kommune über die WITO angebotenen Verkaufsflächen. Um den potentiellen Investorenbedarf auch hinsichtlich von Mietanfragen zu bedienen, wurde mit der barumboerse.de die landkreisweite Veröffentlichung von Angeboten etabliert. Die Kommunen könnten dieses Vernetzungsangebot nutzen.
Nach diesem Grundmuster nimmt die Landkreis-Wirtschaftsförderung Aufgaben außerhalb der Kreisverwaltung und außerhalb der direkten Zuständigkeiten der Städte und Kommunen war. Hier werden natürlich die Aktivitäten der Kammern, der HNE eingebunden.
Die für alle Akteure notwendige Vernetzung ist besonders für die Hauptzielgruppe – die Unternehmer wichtig. Der Unternehmer sollte die „Wirtschaftsförderung“ als abgestimmte öffentliche Dienstleistung wahrnehmen.
Evaluation der Wirtschaftsentwicklungsstrategie (IWES 2007)
Die (Neu-)Ausrichtung der Wirtschaftsförderung nach der Ausgliederung des Tourismusbereiches ist vom Landkreis geplant. Der Landrat bereitet derzeit die Einrichtung eines Wirtschaftsbeirates als wesentliches strategisches Element vor. Wirtschaftsförderung ist heute mehr denn je eine gesellschaftliche Aufgabe. Sie steht im Kontext der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und muss wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte gemeinsam denken. Die neue strategische Herangehensweise geht über die bisher übliche Einzelbetrachtung "Wirtschaftsförderung" hinaus. Das betrifft u.a. auch Kennzahlen und Wirkungen. Hier muss zukünftig noch besser regional strategisch geplant und agiert werden.





