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Gewerbegebiet Britz - Standortentwicklung

Gemeinsam mit der WFBB wurde ein Pilotprojekt zur Gewerbeflächenentwicklung im Landkreis Barnim initiiert. Ziel ist es, modellhafte Ansätze zu entwickeln, die auf andere Standorte übertragbar sind. Als potenzielle „Blaupause“ wurde das Gewerbegebiet Britz identifiziert. Dieses Gebiet weist ein hohes Potenzial auf, steht jedoch vor vielfältigen strukturellen Herausforderungen: Abweichungen vom Regionalplan, eine heterogene Eigentümerstruktur, fehlende kommunale Zuständigkeit sowie personelle und finanzielle Engpässe auf Seiten der Kommune erschweren die Entwicklung.
Positiv hervorzuheben sind dagegen die strategisch günstige Lage mit Autobahn- und Bahnanschluss, die Ansiedlung eines Lebensmittelproduzenten sowie das Vorhandensein von zwei sich kreuzenden Dark-Fibre-Leitungen, ein bedeutender Standortfaktor für datenintensive Unternehmen. Vor diesem Hintergrund wird derzeit geprüft, inwieweit auf dem Gelände ein klimaneutrales Rechenzentrum („Data Center – Green IT in Britz“) auf rund 50.000 m² realisiert werden kann. Ein Projektentwickler ist bereits involviert. Derzeit laufen Gespräche mit Energieversorgern zur Entwicklung tragfähiger, klimaneutraler Versorgungskonzepte.
Im Rahmen erster Abstimmungen mit potentiellen Investoren wurde der Standort Britz hinsichtlich seiner infrastrukturellen Eignung umfassend erörtert. Sowohl der Landkreis als auch die Gemeinde signalisierten dabei eine Unterstützung des Vorhabens im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten. Das bestehende Ansiedlungskonzept für das Gewerbegebiet Britz bestätigt die Standortqualität und empfiehlt insbesondere eine Schwerpunktsetzung auf zukunftsorientierte Branchen wie IT, Energie und GreenTech.
Nach aktuellem Planungsstand könnte das Rechenzentrum in seiner finalen Ausbaustufe 2028/2029 in Betrieb gehen. Die Entwicklung des Areals von einem „Brownfield“ zu einem modernen, zukunftsfähigen Gewerbestandort stellt ein zentrales Element der wirtschaftlichen Weiterentwicklung des Landkreises dar und könnte gleichzeitig als Modell für weitere Flächen im Barnim dienen.

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